Arztsprechstunde

Am Anfang der stationären und ambulanten Behandlungsmaßnahme steht eine möglichst umfassende diabetologische Diagnostik des Patienten. Arzt und Patient legen dann gemeinsam die Therapieziele fest.

Diabetesprechstunde

Zur Untersuchung gehören die Erhebung der Stoffwechselparameter im hauseigenen Labor und eine Überprüfung der Nierenfunktion. Daneben erfolgt eine Untersuchung der Füße bezüglich Durchblutung und Nervenleitung. Ergänzende kardiologische Untersuchungen werden falls nötig ebenfalls durchgeführt. Durch die im Haus vertretenen verschiedenen Fachdisziplinen können gegebenenfalls zusätzliche diagnostische Maßnahmen veranlasst werden. Für ambulant betreute Patienten stehen Fachärzte für Nephrologie und Kardiologie in speziellen Sprechstunden zur Verfügung.

Gemeinsam wird ein Behandlungsplan erstellt, der individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Patienten zugeschnitten ist. Hierbei können auch diverse Begleiterkrankungen berücksichtigt werden. Schwerpunkte sind neben den diabetesspezifischen Schulungs- und Vortragsangeboten im Rahmen des Gesamtprogramms Kurse, Seminare, Vorträge und Gruppenveranstaltungen aus den Bereichen Ernährung, Bewegungstherapie und Psychologie.

Für das Diabetes-Erstgespräch sollten bitte folgende Unterlagen mitgebracht werden:

  • Checkliste Erstgespräch
  • Gesundheitspass Diabetes
  • Blutzucker-Tagebuch
  • Insulinanpassungsplan
  • Blutzuckermessgerät
  • Insulinpens
  • Sämtliche Medikamente (nicht nur Zuckertabletten)
  • Medikamentenplan
  • Laborwerte (soweit vorhanden)
  • EKG (sofern vorhanden)

Nierensprechstunde

Der Diabetes mellitus kann auch zu einer Schädigung der Nieren führen und ist mittlerweile die häufigste Ursache einer Dialysepflichtigkeit (Nierenfunktionsstörung, die den Einsatz der künstlichen Niere erfordert). Da ein Diabetes mellitus Typ 2 häufig über Jahre ohne Symptome verläuft und dann oft zufällig erkannt wird, liegt bei dieser Form des Diabetes oft bereits bei Diagnosestellung eine Nierenschädigung vor. Die erste klinisch fassbare Störung ist eine Mikroalbuminurie (Eiweißausscheidung im Urin). Bereits in diesem Stadium ist eine gezielte Therapie erforderlich, um ein weiteres Voranschreiten der Nierenschädigung zu vermeiden oder zumindest aufzuhalten. Wichtigste und allererste Maßnahme ist eine gute Blutzuckereinstellung.

Im Rahmen der Nierensprechstunde werden auch die übrigen Risikofaktoren besprochen, die die Nieren zusätzlich schädigen können. Wichtigster Faktor ist eine häufig als Begleiterkrankung vorliegende arterielle Hypertonie. Gemeinsam mit dem Arzt wird ein auf das individuelle Risikoprofil abgestimmtes Therapiekonzept entwickelt, das neben den Medikamenten auch die Ernährung umfasst. Bei einer bereits fortgeschrittenen Nierenschädigung (zunehmende Eiweißausscheidung, Ein-schränkung der Nierenfunktion) kann eine weitere Verschlechterung durch eine an das Stadium der Nierenfunktionsstörung angepasste, individuelle Therapie hinausgezögert werden.