Kräuterlexikon

Kräuter

Würzen statt salzen!

Im Kräutergarten der Klinik Hohenfreudenstadt befinden sich einige bekannte, z. T. einheimische Kräuter, aber auch viele Exoten. In unserem nachfolgenden Kräuterlexikon haben wir einige Informationen über die verschiedenen Kräuter zusammengefasst:

Kräuterlexikon
Basilikum
Ocimum basilicum

Basilikum "African Blue" (Ocimum Kilimandscharicum x basilicum purpurascens) besitzt ein kräftiges Aroma, wobei Kampfer der charakterbestimmende Inhaltsstoff ist. Auffallend an den länglich ovalen Blättern sind die schönen roten Blattadern. Beim Busch-Basilikum (Ocimum basilicum minimum) haben die Blätter einen „bonsaiähnlichen“ Wuchs, v.a. für Pesto wohl das beste Aroma.

LEBENSFORM

  • "African Blue" ist eine der wenigen Basilikum-Arten, die mehrjährig sind (ohne Frost)

ANWENDUNG

  • Basilikum ist aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken. Es kann verwendet werden für Salate, Pastasoßen sowie Fleisch- und Fischgerichte, außerdem macht es schweres Essen bekömmlicher.
  • Bekannt auch als das typische Pesto (Basilikum, Öl, Parmesan, Pinienkerne, Knoblauch)

AUSSAATHINWEISE

  • Ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich.
  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Gehört zu den Lichtkeimern
  • Braucht einen Sonnigen, warmen Platz sowie humusreichen, wasserdurchlässigen Boden
  • Die Sorten „african blue“ und „african green“ gedeiehen auch gut im Freiland in kälteren Gebieten
Bärwurz
Meum athamanticum

Aus der Wurzel wird der bekanntere Schnaps gewonnen. Die Blätter können zum Würzen von Speisen verwendet werden. Die gefiederten Blätter ähneln dem Dill, Geruch viel intensiver – ähnelt dem Geruch von Liebstöckel. Wildwachsend stark verbreitet in höheren Lagen.

LEBENSFORM

  • mehrjährig

ANWENDUNG

  • Für Suppen, Soßen, Salatsoßen
  • Würzessenzen oder Würzessige
  • Kräuterzubereitungen wie Kräuterbutter oder auch Kräuterquark
  • Schnaps

AUSSAATHINWEISE

  • Sonnige bis halbschattige Lage, feucht und nährstoffreich
Bohnenkraut
Satureja montana/ hortensis/ montana var citrodora

Das Bergbohnenkraut besitzt einen intensiv nach Bohnen riechenden, erfrischend-aromatischen Duft. Allen Bergbohnenkräutern gemeinsam ist ein feineres und stärkeres Aroma als beim bekannten einjährigen Bohnenkraut. Das Bergbohnenkraut wird auch Winterbohnenkraut oder auch Pfefferkraut (wegen seines pfeffrigen Geschmacks) genannt. Zitronenbergbohnenkraut (Satureja montana var. Citriodora) hier tritt das typische Bohnenkrautaroma zurück und wird vom Zitronenaroma überdeckt.

LEBENSFORM

  • Das Bergbohnenkraut (S. montana) ist, anders als das einjährige Sommer-Bohnenkraut (S. hortensis), ein mehrjähriges Gewächs
  • Das Zitronen-Bergbohnenkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die jedes Jahr aus den Wurzelstöcken neu austreibt

ANWENDUNGEN

  • Verfeinert frisch oder getrocknet Bohnengerichte
  • Salate oder Schmorgerichte, gibt Tomatensoßen und Grillmarinaden den letzten Pfiff.
  • Die Stängel werden im Ganzen mitgekocht. Junge Blätter können auch ganz oder gehackt zum Schluss dazugegeben werden.
  • Bergbohnenkraut harmoniert sehr gut mit Salbei, Rosmarin, Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie.
  • Auch zur Aromatisierung von Speiseölen eignet sich das würzige Küchenkraut.
  • Das Zitronen-Bohnenkraut lässt sich äußerst vielseitig, sowohl zu süßen (Obstsalat, Tee, Eis) als auch zu pikanten Speisen, verwenden.

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen gut innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Das Winter-Bohnenkraut stellt wenig Ansprüche und gedeiht am besten auf leichten, kalkhaltigen Böden in warmer, sonniger Lage
Borretsch
Borago officinalis

Die länglich ovalen Borretsch-Blätter verströmen einen intensiven Gurkengeruch. Daher stammt auch der Name »Gurkenkraut«. Die sternförmigen, leuchtend blauen Blüten sind wie die Blätter essbar, die wiederum sehr reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Schleim- und Gerbstoffen sowie ätherischem Öl sind.

LEBENSFORM

  • einjährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Die fein gehackten Blätter würzen Quark, Suppen, Fisch- und Eierspeisen.
  • Ist Bestandteil der bekannten Frankfurter Grünen Soße.
  • Besonders gut passen sie zu Gurkensalat. Sie sollten frisch verwendet und bei gekochten Gerichten nur kurz vor Ende der Garzeit zugegeben werden.
  • Die frischen Blüten sind essbar und eignen sich gut zum dekorieren von Speisen und Getränke.

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein. Wichtig ist ein nährstoffreicher, kalkhaltiger Boden, der wegen der langen Pfahlwurzeln gut durchlässig sein sollte.
Currykraut

Helichrysum italicum

Typisch für das Currykraut sind die silbrig-weißen filigranen Blätter, die reichlich ätherisches Öl enthalten. Diese Pflanze hat mit den indischen Curryblättern (Murraya koinigii) allerdings nichts zu tun.

LEBENSFORM

  •  Das Currykraut ist ein mehrjähriges Gewächs sofern es im Winter frostfrei gelagert wird.

ANWENDUNGEN

  • Die Blätter mit dem milden Curryaroma würzen Suppen und Soßen
  • Gemüse-, Reis- und Fleischgericht. Man kann ganze Zweige kurz mitkochen und sie dann wieder herausnehmen.
  • Die gelbliche Färbung wie man es beim Curry-Gewürz kenn bleibt allerdings aus

AUSSAATHINWEISE

  • Das Currykraut ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich.
  • Die Aussaat mit Samen gestaltet sich allerdings schwierig, gehört zu den Lichtkeimern
  • Das Currykraut mag sonnige Plätze mit trockenen Böden. Die typisch silbergraue Blattfärbung bildet sich nur an solchen Standorten und auch die Frostresistenz ist dort am höchsten.
Dill

Anethum graveolens

Der Dill wird wegen der gefiederten Blätter gerne mit dem Gewürzfenchel verwechselt. Beim Dill sind die Stängel hohl, kann bis 1 m hoch werden.

LEBENSFORM

  • einjährig

ANWENDUNG

  • Darf am Gurkensalat nicht fehlen
  • Fischsoßen, -suppen
  • Zum Einlegen von Gurken (Dillgurken)

AUSSAATHINWEISE

  • Bei bevorzugter Verwendung vom Kraut dicht sähen, möchte man eher die Samen 20 cm Abstand
  • sonnig, warmer Standort, windgeschützt
Eberraute

Artemisia abrotanum

Auch Zitronenkraut, Kampferkraut, Colapflanze, Stabwurz oder Gartenheil bekannt, war in vielen Klostergärten kultiviert. Beim zerreiben der gefiederten Blätter verströmt ein Zitrusduft der dem Coladuft sehr ähnlet, enthält aber auch sehr viele Bitterstoffe. Botanisch eng verwandt mit echtem Wermut (Artemisia absinthium).

LEBENSFORM

  • mehrjährig

ANWENDUNG

  • Sehr gering dosieren!
  • Soßen, Salate und Braten
  • Es lässt sich auch gut einen Sirup herstellen (Cola-Sirup)

AUSSAATHINWEISE

  • Die Eberraute ist nur als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich.
  • Sehr anspruchslose Pflanze
Estragon
Artemisia dracunculus

Die buschige Staude des Estragons bildet sehr schlanke Stängel, an denen schmale, längliche Blätter sitzen. Es werden zwei Sorten von Estragon unterschieden: zum einen der Aromatische Estragon, der als Französischer oder Deutscher Estragon auf dem Markt ist mit seinem süßlich anisartigen Geschmack und der bitter, kerbelartig schmeckende Russische Estragon.

LEBENSFORM

  • Estragon ist eine mehrjährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Wegen seines intensiven Geschmacks sollte man ihn vorsichtig dosieren.
  • Man gibt ihn zu Salaten, Suppen, Soßen oder würzt damit Geflügel- und Fischgerichte.
  • Mit Estragon lassen sich Kräuteressig und Kräuteröl ansetzen.
  • Estragonsenf, sehr beliebt beim Einlegen von Gurken

AUSSAATHINWEISE

  • Der aromatische Estragon kann nur stecklingsvermehrt werden.
  • Der Deutsche Estragon kommt in nördlichen Klimagebieten nicht zur Blüte, während beim Russischen Estragon vom Sommer bis in den Herbst unscheinbare, gelbgrüne Blütenköpfchen in lockeren Rispen erscheinen
  • Der Korbblütler gedeiht am besten an sonnigen, warmen Plätzen, wächst aber auch im Halbschatten noch gut. Für das Wachstum braucht der Estragon einen humus- und nährstoffreicher Boden, der ausreichend feucht sein sollte
  • Braucht viel Platz, gedeiht besonders gut neben Liebstöckel
Gewürzfenchel
Foeniculum vulgare

Auffällig sind die kräftigen, gerillten Stängel, die zierliches, fein gefiedertes Laub tragen. Mit den Blütendolden, die im Sommer erscheinen, kann er eine Höhe von 80-200 cm erreichen. Aus ihnen reifen später die nach Anis schmeckenden Samen heran, die wie kleine Halbmonde aussehen. Ihre Wirksamkeit verdanken sie dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Verwendet werden die Samen und die Blätter. Beim Gemüsefenchel (Foeniculum vulgare var. azuricum) können die Blätter auch mitverwendet werden, hier ist die Knolle aber das entscheidende. Den Gewürzfenchel gibt es grünlaubig oder rotlaubig.

LEBENSFORM

  • Gewürzfenchel kann zwei- oder mehrjährig gezogen werden

ANWENDUNGEN

  • Samen und Kraut würzen Fischgerichte, Salate und Soßen.
  • Die Samen werden auch für die Zubereitung von Likören sowie Brot oder Plätzchen verwendet. Fetter Fisch wird durch Fenchel wesentlich bekömmlicher

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Fenchel braucht es sonnig und warm, damit die Samen gut ausreifen können. Wegen der langen Pfahlwurzeln sollte der Boden vor allem tiefgründig sein, aber auch nährstoffreich, kalkhaltig und gut wasserdurchlässig
Knoblauch, Schnittknoblauch, Schnittlauch
Allium sativum, tuberosum, schoenepasum

Alle Arten sind Lauchgewächse, Knoblauch selbst anzupflanzen geht, ist aber nicht sehr ertragsreich. Schnittknoblauch sieht dem Schnittlauch sehr ähnlich, die Stängel beim Schnittknoblauch sind jedoch nicht hohl. Leicht Knoblauchartiger Geschmack nicht so intensiv wie Knoblauch. Schnittlauch mit seiner leichten Schärfe. Weiterhin zu die Familie zählen die wild wachsende Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) zu finden an Hängen im April-Mai, der Knoblauchgeschmack ist sehr mild. Der Bärlauch (Allium ursinum) der auch im März-April wild wachsend geerntet werden kann. Hier ist der Geschmack deutlich intensiver als bei der Knoblauchsrauke.

LEBENSFORM

  • Zwiebel, mehrjährig

ANWENDUNGEN

  • Die kleinen Brutzwiebeln beim Knoblauch als eingelegte Mixed Pickles.
  • Die ganze Pflanze kann als Schalotte wie Gemüse oder die kleinen weißen Zwiebeln klein geschnitten im Salat gegessen werden.
  • Knoblauch kann bei Fleischgerichten, Soßen, Suppen gut mitgegart werden.
  • Schnittknoblauch eher nach dem Kochen zugeben oder für Salatsoßen, Kräuterquark verwenden.
  • Schnittlauch grundsätzlich nach dem Kochen, nach dem pürieren klein geschnitten zugeben (wenn er mit püriert wird, kann das Produkt bitter werden)
  • Bärlauch als Pesto konservieren

AUSSAATHINWEISE

  • Knoblauch ist nur als Zwiebel erhältlich.
  • Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein; kalkhaltige, lockere, mäßig stickstoffhaltige Böden werden bevorzugt
Lavendel
Lavandula x intermedia

Die Intermedia-Lavendel sind Kreuzungen zwischen den natürlich vorkommenden Eltern L. angustifolia und L. latifolia. Diese Hybrid- Sorten erzielen höhere Gehalte an ätherischen Ölen( Lavandin). Die Intermedia-Sorten zeichnen sich auch durch längere Blütenstängel aus, wodurch die maschinelle Ernte erleichtert wird. Es ist diese Art, die auf großen Feldern in der Provence angebaut, zur Blütezeit atemberaubende Anblicke bietet. Charakteristisch für den Lavendel ist sein herrlicher Duft.

LEBENSFORM

  • Der Lavendel gehört zu den mehrjährigen Pflanzen

ANWENDUNGEN

  • Mit dem Kraut lässt sich an Eintöpfe, Fisch- und Fleischgerichte sowie an Süßspeisen eine delikate Lavendelnote zaubern.
  • Er gehört zu den bekannten »Kräutern der Provence«
  • Lavendel wirkt als Tee oder Badezusatz beruhigend und krampflösend. Er hilft bei Nervosität und Magenbeschwerden. Ein Duftkissen unter dem Kopfkissen fördert das Einschlafen

AUSSAATHINWEISE

  • Ist nur als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
  • Zur Ausbildung des vollen Aromas braucht Lavendel viel Sonne und einen windgeschützten Platz. Der Boden sollte kalkhaltig und eher trocken als zu feucht sein
  • Natürlicher Schutz gegen Blattläuse, ggf. in der Nähe von Rosen pflanzen
Liebstöckel
Levisticum officinale

Die Liebstöckel-Staude mit dem kräftigen, reich verzweigten Wurzelstock kann bis zu 2 m in die Höhe wachsen. Sie bildet kantige, hohle Stängel, die sich im oberen Bereich verzweigen. Die gefiederten Blätter sind sehr groß. Im Sommer entwickeln sich auf den kräftigen Trieben gelbgrüne Blütendolden. Die Pflanze ist reich an ätherischem Öl. Der Name »Maggikraut« ist geschuldet dem sehr Intensiven Geruchs. Daneben enthält sie noch Gerb- und Bitterstoffe.

LEBENSFORM

  • Liebstöckel ist eine mehrjährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Universell einsetzbar
  • Die Blätter und Wurzeln verleihen Suppen, Salaten sowie Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichten eine herzhafte Note.
  • Auch im getrockneten Zustand besitzen sie noch reichlich Aroma.
  • Bestandteil vieler Gemüsebrühen

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen langsam innerhalb 3-6 Wochen bei 10-15 °C.
  • Liebstöckel wächst in der Sonne wie auch im Halbschatten, braucht aber ausreichend Platz. Wichtig ist ein tiefgründiger, nährstoffreicher Boden, der ausreichend feucht sein muss. Staunässe verträgt die Pflanze aber nicht
Majoran
Origanum majorana

Dieses eigenartig süßlich aromatische Kraut ist bei uns z.B. in verschiedenen Wurstsorten das dominierende Gewürz, weshalb man es oft auch als Wurstgewürz bezeichnet. Am lateinischen Namen erkennbar das er mit dem Oregano verwandt ist.

LEBENSFORM

  • mehrjährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Durch die starke Würzkraft und darf deshalb nur sparsam verwendet werden.
  • Rundet zusammen mit anderen Gewürzen den Geschmack ab.
  • Das Wurstgewürz findet auch Verwendung bei Soßen, Kartoffeln, Fleisch- und Pilzgerichten sowie bei Geflügel, Hülsenfrüchten und Fischsalaten

AUSSAATHINWEISE

  • Kreta-Majoran ist nur als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
  • Majoran gedeiht sehr gut auf leichten, humosen Böden, in möglichst sonnigen und warmen Lagen.
Minze
Mentha x piperita

Die Minzen können eingeteilt werden in Mentholbetonte, Fruchtbetonte, Samenechte Minzen und Pfefferminzen.

LEBENSFORM

  • Minzen sind mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr neu aus den Wurzelstöcken austreiben.

Mentholbetonte Minzen
Vertreter der mentholbetonten Minzen sind u.a.

  • die marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa)
  • die Apfelminze (Mentha suaveolens), deren Mentholgehalt sehr niedrig ist. Auffällig sind ihre flauschig behaarten Blätter mit den silberfarbenen Unterseiten

ANWENDUNGEN

  • Der Tee der marokkanischen Minze wird gerne in nordafrikanischen Ländern getrunken. Am besten ist es die frischen Blätter zu verwenden. Das Aroma ist belebend kühl.
    Die frischen Blätter der Apfelminze eignen sich sehr gut für Salate, Suppen, Fleisch, Fisch, Minzesoßen, Gewürzessig, Liköre sowie zum Würzen von Obstsalaten und Getränken.

Fruchtbetonte Minzen
Vertreter der fruchtbetonten Minzen sind u.a.

  • die Bananen-Minze (Mentha arvensis "Banana"), deren Aroma überwiegend fruchtig ist, an Bananen erinnert
  • die Zitronenminze (Mentha x piperita var. citrata). Die Zitronen-Minze besitzt einen angenehm zitronig-frischen Minzeduft, wobei der Mentholanteil deutlich in den Hintergrund tritt
  • die Russische Minze (Mentha x piperita var. citrata "Russian")

ANWENDUNGEN

  • Die Bananenminze findet zusammen mit anderen Teekräutern in Teemischungen Verwendung.
    Die frischen Blätter der Zitronenminze und der Russischen Minze ergeben einen wohlschmeckenden Teeaufguss, der als Eistee sehr zu empfehlen ist.

Samenechte Minzen
Vertreter der samenechten Minzen ist u.a.

  • die Korsische Minze (Mentha requienii), die dichte grüne Teppiche bildet und nur wenige Zentimeter über dem Boden wächst. Bei leichter Berührung werden die allerreinsten Minzedüfte freigesetzt. Die Korsische Minze wächst ähnlich dem "Bubikopf". Zur Blütezeit im Juli leuchtet aus dem grünen Teppich ein Meer von winzigen, hellvioletten Blüten.

ANWENDUNGEN

  • In der Küche
    Diese Minze findet in der Küche Verwendung für die Creme de Menthe
  • im Garten ein schön-duftender Bodendecker.

AUSSAATHINWEISE

  • Alle Minzen gedeihen am besten im lichten Schatten auf feuchten, humosen Böden, die unbedingt unkrautfrei sein sollten. Wenn es nicht zu trocken ist, wachsen sie auch in der Sonne noch gut
Oregano
Origanum vulgare

Der buschige Wuchs macht den Zwerg-Oregano zu einem schönen Bodendecker. Im Sommer blüht Oregano mit rosa Lippenblüten. Die Pflanze enthält neben Gerb- und Bitterstoffen hauptsächlich ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Thymol. Beim Zerreiben der Blätter entströmt ein würziger Duft. Der gewöhnliche Dost oder auch wilder Majoran wächst auch oft wild auf Wiesen.

LEBENSFORM

  • Es ist eine mehrjährige Pflanze, die jedes Jahr aus den Wurzelstöcken neu austreibt

ANWENDUNGEN

  • Das klassische Pizzagewürz mit dem bitter herben Geschmack
  • verleiht auch Suppen, Fleisch- und Nudelgerichten die richtige Würze.
  • Es ist Bestandteil vieler Gewürzmischungen, unter anderem der berühmten »Kräuter der Provence«
  • Zur Blütezeit ernten und trocknen, selbst im getrockneten Zustand noch sehr intensiv im Aroma
  • Würzöl

AUSSAATHINWEISE

  • Ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
  • Oregano entfaltet sein volles Aroma nur, wenn er es sonnig und warm hat. Trockenheit verträgt er im Gegensatz zu dauernder Nässe gut. Der Boden sollte nährstoffarm, sandig und gut wasserdurchlässig sein.
Petersilie
Petroselinum crispum

Die Blattpetersilie mit glatten Blättern ist in der Regel etwas intensiver im Geschmack, die Petersilie mit den krausen Blättern dafür dekorativer. Die Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. Tuberosum) gehört in die Verwandtschaft hier wird neben den Blättern auch die Wurzel als Gemüse verwendet.

LEBENSFORM

  • zweijährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Universell einsetzbar
  • Für Suppen, Soßen, Eierspeisen
  • Kartoffeln und Gemüsegerichte
  • Kräuterquark und -butter

AUSSAATHINWEISE

  • Ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
  • Das Saatgut ist auch einfach anwendbar und ab März im Freiland möglich
  • Sonnig bis halbschattiger Standort
  • Nährstoffreich und tiefgründiger Boden
Pfefferkraut
Lepidium latifolium "Hohentwiel"

Diese Pflanze ist ein Nachkomme der „Burggartenflüchtlinge“ vom Hohentwiel, einem der Hegauberge mit der besterhaltensten Burgruine Deutschlands. Neben dem Pfefferkraut sind heute dort immer noch Heil- und Gewürzpflanzen zu finden. Deren Ursprung ist im ehemaligen Burggarten zu suchen und geht vermutlich zurück ins Mittelalter. Eines der wenigen Kräuter welches nicht riecht wenn man mit den Fingern an den Blättern reibt, starkes Pfeffriges Aroma.

LEBENSFORM

  • mehrjährig

ANWENDUNGEN

  • Pfefferkraut sehr sparsam verwendet werden, da er sehr kräftiges Aroma hat.
  • Verwendet eher frisch für Kräuterquark Kräuterbutter oder Dressings.

AUSSAATHINWEISE

  • nur als stecklingsvermehrte Pflanzen erhältlich
  • winterhart, eher Anspruchslos
Rosmarin
Rosmarinus officinalis

Charakteristisch für die Gewürz- und Duftpflanze Rosmarin sind die nadelartigen, auf der Unterseite gräulich behaarten Blätter. Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er häufig wild wachsend an den Küsten vorkommt. Die Pflanze war schon den alten Römern und Griechen heilig. Kriechender Rosmarin (Rosmarinus officinalis repandus) Diese Rosmarin-Art ist gekennzeichnet durch seine in die Breite gehende Wuchsform, was ihn für Tröge, Kübel oder Ampelbepflanzungen geeignet macht.

LEBENSFORM

  • Bei Rosmarin handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze. Rosmarin kann auch in Kübeln kultiviert werden und sollte frostfrei und kühl, jedoch hell, überwintert werden

ANWENDUNGEN

  • Rosmarin sollte nur sehr sparsam verwendet werden, da er eine sehr starke Würzkraft besitzt.
  • Verwendet wird Rosmarin bei Fleisch- und Wildgerichten, zur Wurstherstellung, zu Suppen, Soßen, Eintopf, Pilz- und Kartoffelgerichten sowie für Tomatensuppen, Eierspeisen, Salaten, Käse und Quark.

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen gut innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C
  • Aufgrund seiner mediterranen Herkunft liebt es Rosmarin warm und sonnig. Humusreiche, sandige und wasserdurchlässige Böden sind ihm am liebst
Rucola

Eruca sativa

Die Rucola-Pflanze ist mit dem Senf verwandt, es ist also nicht verwunderlich, dass ihre Blätter reich an Senfölen und Vitamin C sind. Die mehrjährige Form (Diplotaxis tenuifolia)

LEBENSFORM

  • in der Regel einjährig, es gibt auch mehrjährige Arten.

ANWENDUNGEN

  • Junge, zarte Rucola-Blätter schmecken wie eine Mischung aus Kresse, Senf und Nüssen und ergeben einen vitaminreichen Salat. Sie würzen Soßen und Kräuterquark.
  • Die Samen verwendet man wie Senfkörner, zum Beispiel beim Einlegen von Mixed Pickles. Aus ihnen werden auch Öle hergestellt

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Rucola gedeiht an sonnigen und halbschattigen Plätzen. Er braucht einen nährstoffreichen, humosen Boden, der weder zu trocken noch zu nass sein sollte
Salbei
Salvia officinalis

Salbei ist mit etwa 900 Arten weltweit die größte Gattung unter den Lippenblütlern, zu denen auch Rosmarin, Lavendel und Minze gehören. Durch ihre Blüteneinrichtung sind sie am besten an die Fremdbestäubung durch Bienen und Hummeln angepasst. Neben den Wildformen gibt es unzählige Kultivare, die sich in Blüten- und Blattfarbe, in Wuchs und sogar im Aroma unterscheiden. Allen Salbei-Arten ist ein hoher Gehalt an ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen gemeinsam. Beispiele:

Peruanischer Salbei (Salvia discolor)
Seine weißfilzigen Blätter stehen in schönem Kontrast zu den tiefvioletten fast schwarzen Blüten. Beim Berühren der Stängel stellt man fest, dass diese recht klebrig sind. Die Blätter duften nach Menthol.

Ananas-Salbei (Salvia rutilans)
Der Ananassalbei ist sehr raschwüchsig und produziert deshalb große Mengen der nach Ananas riechenden Blätter.

Muskateller-Salbei
Der Muskateller-Salbei ist eine attraktive, imposante Gartenpflanze. Der Duft der getrockneten Blüten und Blätter ist zitronen bis grapefruitartig.

LEBENSFORMEN

  • Der Peruanische und der Ananas-Salbei sind mehrjährige Pflanzen, die auch in Kübeln angepflanzt werden können. Der Muskateller-Salbei ist eine zweijährige Pflanze, die meist erst im zweiten Jahr nach der Aussaat zu blühen beginnt


BLÜTEZEITEN

  • Der Muskateller-Salbei steht in einem Jahr durchschnittlich 6-7 Wochen in Blüte
  • Peruanischer Salbei blüht im Jahr durchschnittlich 4-10 Wochen
  • Ananas-Salbei blüht länger als der Peruanische und der Muskateller-Salbei, nämlich 10-12 Wochen im Jahr

ANWENDUNGEN

  • Die Blätter des Ananassalbeis eignen sich zur Dekoration oder zum Würzen süßer Speisen und zur Herstellung eines Teeaufgusses.
  • Die Blätter des Muskateller-Salbeis passen zu Konfitüren, Wein, Kompott
  • Sonst Suppen, Fleisch-, Fischgerichte nur kurz mitkochen
  • Bestandteil vieler italienischer Gewürzmischungen
  • Saltimbocca ist typischerweise mit Salbeiblättern
  • Als Teeaufguss bei Zahnfleischentzündungen (oder ein Blatt kauen)

AUSSAATHINWEISE

  • Peruanischer Salbei und Ananas-Salbei sind nur als stecklingsvermehrte Pflanzen erhältlich. Die Samen des Muskateller-Salbeis keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Salbei gedeiht am besten an sonnigen Standorten auf leichten, nicht zu nassen Böden
Sauerampfer
Rumex acetosa

Aus der kräftigen Pfahlwurzel der Staude treibt im Frühjahr ein Büschel mit pfeilförmigen Blättern aus. Die Blätter sind reich an Oxalsäure, Vitamin C und Eisen. Gerb- und Bitterstoffe verleihen ihnen den sauren, leicht bitteren Geschmack. Die großblättrige Sorte „Belleville“ oder die neuere Sorte „Profusion“ die das ganze Jahr Blätter ausbildet als Jungpflanzen in der Regel erhältlich. Verwandte Arten sind der wild wachsende Stumpfblättrige Sauerampfer (Rumex obtusifolius) oder auch der Blut-Sauerampfer (Rumex sanguineus) mit rot geaderten Blättern.

LEBENSFORM

  • Gehört zu den mehrjährigen Pflanzen


ANWENDUNGEN

  • Frische junge Sauerampferblätter können zu Salaten und grüner Frankfurter Soße verwandt werden. Feingehackt und kurz in Salzwasser gekocht und dann in Butter gedünstet, ist Sauerampfer ein sehr schmackhaftes Gemüse.
  • Man kann ihn auch mit Spinat oder Mangold kochen. Besonders gut schmeckt dieses Gemüse zu Fisch, Eiern, Omelett sowie zu Kalb- und Schweinefleisch.
  • Gerne nimmt man Sauerampfer auch als säuerliche Würze zu Kerbel- und Kartoffelsuppen, Linsen, Tomaten, Gurken, Milch und Hühnerbrühen

 

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
  • Die Pflanze wächst bevorzugt an schattigen bis halbschattigen Plätzen. In der Sonne bildet sie weniger zarte Blätter aus. Damit die Blätter gut saftig werden, ist ein humoser, feuchter Boden wichtig
Schokoladenblume
Berlandiera lyriata / Cosmos atrosanguineus

Die Schokoladenblume (Berlandiera lyriata) mit gelben Blütenblättern schmückt nicht nur den Garten sondern verströmt ein intensives Vollmilch-Schokoladen-Aroma. Die Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) hat rote Blüten und verströmt ein Zartbitter-Schokoladen-Aroma.

LEBENSFORM

  • Sie sind mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr neu aus den Wurzelstöcken austreibt (frostfrei überwintern)


ANWENDUNGEN

  • im Haushalt und Garten
    Der schokoladige Duft lockt Bienen und Hummeln
Schabzigerklee
Trigonella caerulea

Auch Brotklee genannt, eng verwandt mit dem Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum). Vor allem in der Schweiz bekannt. Wird wie der Bockhornklee gerne Käse zugesetzt. Intensiv duftend nach Liebstöckel.

LEBENSFORM

  • Schabzigerklee ist eine einjährige Pflanze.


ANWENDUNGEN

  • universell einsetzbar
  • Suppen, Salate, Soßen bei frischem Klee
  • Selbst getrocknet oder getrocknet und gemahlen gekauft:
    zum Würzen von Fleisch, Rührei, Braten
  • Als Brotgewürz (Brotklee)

 

AUSSAATHINWEISE

  • Eher als Saatgut erhältlich
  • Ab März im Freiland möglich, eher trockene Standorte
Stevia (Paraguay-Süßkraut)
Stevia rebaudiana

Schon seit einigen hundert Jahren verwenden die Einwohner Südamerikas das Stevia-Süßkraut zur Zubereitung und Verfeinerung von Lebensmitteln. Die Blätter dieses Süßkrautes (v.a. ältere Blätter) haben eine Süßkraft, die um ein vielfaches höher ist als die des Zuckers. Grund dafür ist ein komplexes Molekül, das Steviosid. Stevia liefert nahezu keine Kalorien und hat keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Da es beim Erhitzen von bis zu 200 Grad nicht zerfällt, kann es auch zum Kochen und Backen verwendet werden.


LEBENSFORM

  • Stevia ist eine mehrjährige Pflanze, die auch gut im Kübel gehalten werden kann


ANWENDUNGEN

  • zum Süßen von Tees oder Süßpeisen
  • ist auch backfähig als frisches Kraut
  •  

AUSSAATHINWEISE

  • Ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
Thymian
Thymus vulgaris

Die Wuchsform ist abhängig von der Sorte des Thymians. Es werden auch kriechende oder Bodendecker Sorten angeboten, die hauptsächlich den Garten zieren sollen. Weitere Züchtungen sind Zitronenthymian (Thymus x citriodorus) oder Orangen- Lavendelthymian. Der Quendel oder Feldthymian (Thymus pulegioides)  ist eine wildwachsende Form kann mittlerweile auch als Pflanze oder Saatgut gekauft werden.

LEBENSFORM

  • Der Thymian ist eine mehrjährige Pflanze

ANWENDUNGEN

  • Thymian kann sowohl mitgekocht als auch mitgebraten werden. Weil er, vor allem im getrockneten Zustand, eine starke Würzkraft besitzt, wird er nur in kleinen Mengen den Speisen zugesetzt.
  • Gut eignet er sich zu Kartoffelgerichten, Tomaten, Kürbis, Auberginen, Paprika, Hülsenfrüchten, zu Blatt-, Gurken-, Tomaten- und Selleriesalaten, zu Frikadellen, Fleisch, Fisch, Wild und Geflügel sowie zum Würzen von Blut- und Leberwurst, zur Füllung von Leberknödeln und Pasteten
  • mit Melisse und Estragon zusammen für Kräuteressig,
  • aber auch für Braten-, Kräuter- und Wildsoßen, zum Würzen von Pizzen und zur Herstellung von Kräuterbutter sowie zur Likörherstellung und zur Zubereitung von süßen Cremes.
  • Als Teezubereitung wird die Heilpflanze zur Linderung von Husten und Bronchitis verabreicht.

AUSSAATHINWEISE

  • Das Auskeimen der Samen erfolgt langsam in 3-6 Wochen bei 10-15 °C.
  • Wie bei den meisten Thymianarten werden magere Böden ohne Staunässe bevorzugt
Ysop
Hyssopus officinalis

Ysop ist eine wintergrüne Pflanze mit schmalen lanzettartigen Blättern- Reich an ätherischen Ölen aber auch Gerbstoffe und Bitterstoffe. Ysop gibt es weiß oder rosa blühend.

LEBENSFORM

  • gehört zu den mehrjährigen Pflanzen


ANWENDUNGEN

  • Ysop wird zum Würzen von Salaten, Soßen, Suppen, Braten, Kartoffeln, Sellerie und Fleischsalaten verwendet.
  • Gut schmeckt er auch zu rohen Tomaten und Quark, zu Leberklößchen, Ragout und Rouladen. Außerdem wird Ysop zur Likörherstellung verwandt.
  • Wichtig! Ysop nie mitkochen, denn dann verliert er sein Aroma. Er wird immer erst an die fertigen Speisen gegeben.

AUSSAATHINWEISE

  • Der Samen darf nur leicht angedrückt, jedoch nicht mit Erde abgedeckt werden, da Ysop ein Lichtkeimer ist. Je nach Anzuchttemperatur liegt die Keimdauer zwischen 7 und 21 Tagen.

Ysop stellt keine besonderen Ansprüche, gedeiht jedoch am besten auf durchlässigen, nicht zu nassen, kalkhaltigen Böden in sonniger Lage.
 

Zitronen-Melisse
Melissa officinalis

Die Melisse wird wegen dem Duft ihrer Blätter auch als Zitronenmelisse bezeichnet. Das Aroma ist aber auch etwas seifig. Das "reinste" Zitronenaroma ist nur bei der Zitronenverbene zu finden. Die vierkantigen Stängel der Melisse sind verzweigt und dicht beblättert, weshalb sie ziemlich buschig wird. Die Kretische Melisse (Melissa officinalis var. altissima), eine Varietät der Zitronenmelisse, unterscheidet sich in ihrem Duft deutlich von der Zitronenmelisse. Der von manchen Menschen als aufdringlich empfundene Zitronenmelissenduft weicht bei der Kretischen Melisse einer eher harmonisch balsamischen Note. Neben diesem Unterschied gibt es aber auch viele Ähnlichkeiten mit der Zitronenmelisse z.B. die starke Ausbreitungstendenz.
 
LEBENSFORM

  • Mehrjährige Staude


STANDORT

  • Melisse wächst bevorzugt an sonnigen Plätzen, aber auch im Halbschatten gedeiht sie noch gut. Ein windgeschützter Standort ist empfehlenswert. Der Boden sollte humusreich und gut wasserdurchlässig sein, bei Bedarf kann man ihn mit Sand auflockern


BLÜTEZEIT

  • Im Sommer bilden sich in den Blattachseln weißlich gelbe Lippenblüten


ANWENDUNGEN

  • Melisse gehört zu den wichtigsten Kräutern in grünen Salaten, passt zu Kräutersuppen und Soßen, Obstsuppen, Hülsenfrüchten, zu eingelegten Gurken,
  • Kräuteressig, Kräuterbutter, Mayonnaisen und Quark
  • aber auch zu Bowle und Kräuterlikör sowie zu Wild- und Pilzgerichten, gebratenem und gekochtem Fisch.
  • Gut macht sich eine kleine Menge zu Kalbsragout, Leber, Pute sowie Aal, Hummer und Hering.
  • In der Küche wird Zitronenmelisse immer frisch verwandt, darf aber nicht mitgekocht werden. Man gibt das Kraut feingeschnitten unter Speisen, wenn ein leichtes Zitronenaroma erwünscht ist. Melissentee schmeckt sehr erfrischend.

 

AUSSAATHINWEISE

  • Die Samen keimen innerhalb von 1-2 Wochen unter Bedingungen im Freiland (15-20°C) oder in Saatschalen bei Temperaturen um 20 °C.
Zitronenverbene
Aloysia triphylla

Typisch für Zitronenverbene, auch als Zitronenblatt oder Zitronenkraut bekannt, sind die schlanken, lanzettartigen, bis 10 cm langen Blätter, die beim Zerreiben stark nach Zitrone duften.

LEBENSFORM

  • Bei der Zitronenverbene handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die bei uns in der Regel als Kübelpflanze kultiviert wird

ANWENDUNGEN

  • Die aromatischen Blätter vielseitig verwendet werden.
  • Beispielsweise pochierter Fisch kann damit gewürzt werden, indem dem Wasser ein Blatt zugegeben wird
  • Fischsoßen, Currysoßen, Minzsoßen
  • Für Süßspeisen oder als Teeaufguss

AUSSAATHINWEISE

  • Die Zitronenverbene ist als stecklingsvermehrte Pflanze erhältlich
  • Die Zitronenverbene steht am liebsten an halbschattigen Plätzen. Einige Stunden Morgen- oder Abendsonne genügen für das Wachstum

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