Qualitätssicherung in der Klinik Hohenfreudenstadt
Sie haben sich dazu entschieden, Ihre psychosomatische Reha in unserer Rehaklinik im Schwarzwald zu absolvieren oder Sie sind auf orthopädischer Reha nach einer OP bei uns im Schwarzwald? Dann liegt uns Ihre Genesung im Herzen. Deshalb haben wir für uns ein Leitbild und einige Ziele definiert, die uns und unsere Kolleginnen und Kollegen in der täglichen Arbeit leiten.
Unser Leitbild: Kompetenz mit Herz
Jeder Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen und hat, ob krank oder gesund, ein uneingeschränktes Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Diese Überzeugung bestimmt uns in unserem Einsatz für unsere Gäste in unserer Rehaklinik im Schwarzwald.
Gestalt gewinnt diese Überzeugung in unserer Fachkompetenz und unserer herzlichen Zuwendung zu dem Menschen unter Einbeziehung seiner Interessen mit dem Ziel seine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern, wiederherzustellen und zukünftige Benachteiligungen zu verhindern.
Diese Vision einer ganzheitlichen Begegnung mit den Menschen in unserem Haus leitet uns bei unserem Planen und Handeln.
Ziele
Unsere Ziele
Unsere Arbeit ist geprägt von der Wertschätzung des Menschen
Der Mensch in seiner Individualität, Besonderheit und selbstbestimmten gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe steht in der Klinik Hohenfreudenstadt im Mittelpunkt. Ob Patient oder Kurgast, Besucher oder Mitarbeiter – wir begegnen einander freundlich und hilfsbereit. Dabei wollen wir insbesondere jene achten und unterstützen, die durch Alter, Krankheit oder Behinderung in ihrer Würde verletzt oder gefährdet sind.
Die Qualität unserer Arbeit ist gekennzeichnet von der Verbindung fachlicher Kompetenz mit persönlicher Zuwendung und Achtung
Die Arbeit in der Klinik Hohenfreudenstadt eröffnet den Gästen zweierlei Chancen:
- Zum einen eröffnet die medizinisch-therapeutische Arbeit der Klinik den Gästen eine neue selbstbestimmte Lebensqualität durch Lebensstil ändernde Präventivmaßnahmen und Angebote.
- Zum anderen bietet die Rehabilitation die Chance körperliche und seelische Folgen einer Erkrankung oder eines Verlustes zu mindern und Gesundheit wieder zu ermöglichen und somit am Alltagsleben wieder umfassend teilzuhaben.
Im Sinne des christlichen Menschenbildes zeichnet sich unsere Arbeit in besonderer Weise durch ihre Ganzheitlichkeit aus. Es ist unser tägliches Bemühen, die Sorge für den Körper und für die Psyche mit der Sorge um die Seele zu verbinden.
Im medizinisch-therapeutischen Bereich gilt es unseren Patienten die bestmögliche medizinische, therapeutische und pflegerische Hilfe zukommen zu lassen. Dabei arbeiten die verschiedenen Fachbereiche interdisziplinär und mit dem Patienten partnerschaftlich im Blick auf seine umfassende gesellschaftliche Teilhabe zusammen.
Als Lehrklinik für Ernährungsmedizin ist uns dabei ein wichtiges Anliegen Gesundheit mit Genuss zu verbinden. So arbeitet der medizinisch-therapeutische Bereich intensiv mit der Küche zusammen. Das Freizeit- und Kulturangebot rundet die ganzheitliche Sicht des Menschen und das Bemühen um vielfältige Anregung, Beschäftigung und aktive Teilhabe am Leben für unseren Gast ab.
In alle Bereiche des Hauses ist die Seelsorge eingewoben und eröffnet Räume der Wahrnehmung, der Zuwendung, des Gespräches und der Besinnung.
Eine partnerschaftliche und wertschätzende Leitungsstruktur charakterisiert die Atmosphäre unseres Hauses
Durch eine partnerschaftliche und wertschätzende Leitungs- und Entscheidungsstruktur sind alle Mitarbeitenden mit ihren Kompetenzen und Ressourcen für die Genesung der Patienten eingebunden und motiviert.
Dabei orientieren wir uns am Bedürfnis nach gesellschaftlicher Integration unserer Patienten. Regelmäßige Besprechungen der verschiedenen Fachbereiche garantieren und ermöglichen den Informationsfluss und individuelle Entscheidungen.
Die Zufriedenheit der Menschen, denen wir in unserer Tätigkeit in vielfältiger Weise begegnen, ist ein wichtiger Maßstab unseres Handelns
In unserer Arbeit nehmen wir die Erwartungen, Wünsche und Zielvorstellungen der Menschen ernst, denen wir alltäglich begegnen. Deshalb suchen wir das Gespräch mit unseren Patienten. Ihre Anliegen, ihre Anregungen und ihre Kritik sehen wir als Chance, unsere Leistungen für die Gäste zu verbessern.
Wir sind dankbar für vielfältige Vernetzungen zu niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Kostenträgern, zu Geschäftspartnern, zur Bevölkerung in der Region Freudenstadt und nicht zuletzt auch zu den ansässigen Kirchengemeinden. Diese Vernetzungen wahren die unterschiedlichen Interessen und dienen letztlich der Qualität unserer Arbeit und dem Wohl unserer Gäste
Ausbildung und Fortbildung sind Garanten unserer fachlichen Kompetenz.
Wir sehen unsere Klinik als ein lernendes Unternehmen, in dem die Fort- und Weiterbildung die persönliche Entwicklung des Mitarbeiters fördert und damit die Qualität der Arbeit sichert. Unsere fachliche Kompetenz entsteht aus dem Zusammenwirken von Berufserfahrung und Lernbereitschaft für unseren Dienst am Menschen.
So schaffen wir Ausbildungsplätze für junge Menschen und fördern die Fortbildung und die Weiterqualifikation der Mitarbeiter. Bildung und fachliche Qualifikation sollen Freude machen und ermöglichen unseren Dienstauftrag kompetent und mit Herz auszuüben.
Der wirtschaftlich verantwortungsvolle Einsatz unserer Fähigkeiten und Ressourcen ist Voraussetzung für die Erfüllung unseres diakonischen Auftrages.
Im Interesse der Menschen, die in unseren Häusern Heilung und Erholung von ihren Leiden suchen, achten wir auf einen wirtschaftlichen Einsatz der uns zur Verfügung stehenden Mittel. Alle Mitarbeiter gehen darum mit den vorhandenen Ressourcen sorgsam um.
- Die Geschäftsführung durch vorausschauendes Management.
- Jeder Einzelne durch engagierten Einsatz seiner persönlichen Fähigkeiten und Kräfte sowie durch verantwortungsbewussten Umgang mit den vorhandenen Arbeitsmitteln.
Ziel dieser gesamten wirtschaftlichen Anstrengungen ist es, auch in Zukunft den diakonischen Auftrag zu erfüllen.
Mitarbeiter, Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung arbeiten vertrauensvoll und in gegenseitiger Wertschätzung zusammen
Unsere vielfältige Arbeit zum Wohl des Gastes wird getragen von einer vertrauensvollen, wertschätzenden und motivierenden Zusammenarbeit aller Mitarbeiter. Dies gilt insbesondere auch für das konstruktive und offene Zusammenwirken von Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung.
Zertifizierungen und Gütesiegel
Qualitätsmanagement: Zertifizierte Sicherheit für Ihre psychosomatische und orthopädische Reha
Die "Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement" sieht vor, dass alle stationären medizinischen Reha-Einrichtungen an einem von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannten QM-Verfahren teilnehmen.
Die Klinik Hohenfreudenstadt hat sich für eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 und den Richtlinien der DEGEMED (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation), Audit-Leitfaden 5.0, entschieden.
Der erfolgreiche Aufbau des Qualitätsmanagements durch die Klinik Hohenfreudenstadt wurde 2011 nach absolviertem Audit erstmals durch die entsprechenden Zertifikate bestätigt. Durch jährliche Überwachungsaudits und einer Rezertifizierung alle drei Jahre stellt die Klinik die kontinuierliche Anwendung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems gemäß den Vorgaben sicher.
Zusätzlich wurde vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen seit dem Jahr 2000 ein einrichtungsübergreifendes und vergleichendes Qualitätssicherungsverfahren für Einrichtungen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation entwickelt und implementiert: Das QS-Reha®-Verfahren. Auch an diesem nimmt die Klinik Hohenfreudenstadt teil.
Als ernährungsmedizinisch ausgerichtete Klinik ist uns an der Klinik Hohenfreudenstadt die Qualität des Essens besonders wichtig. Die Klinik ist bereits seit 2005 als Lehrklinik für Ernährungsmedizin ausgezeichnet und stellt die qualitativ hochwertige Verpflegung der Klinik über eine regelmäßige Analyse des Essens und ein ausgeklügeltes Speisenmanagementsystem sicher.
Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015
Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen aller Größen und in allen Branchen möglich und bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems (QMS).
Die ISO 9001 legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest, die von Unternehmen umzusetzen sind, um die Kundenanforderungen sowie weitere Anforderungen an die Produkt- und Dienstleistungsqualität zu erfüllen.
Mit der Einführung eines QM-Systems kann zum Beispiel:
- die Transparenz betrieblicher Abläufe erhöht werden
- eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt werden
- die Fehlerquote und somit Kosten gesenkt werden
Ein wesentlicher Grundsatz der ISO 9001 ist die Prozessorientierung. Ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem begleitet alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und stellt diese auf den Prüfstand. Dadurch können auch bei guten Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.
Bereits im Jahr 2010 hat die Klinik Hohenfreudenstadt ein internes Qualitätsmanagementsystem aufgebaut, das im Jahr darauf nach der Norm DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert wurde. Durch die Erfüllung der Anforderungen der internationalen Norm DIN EN ISO 9001:2015 beweist die Klinik Hohenfreudenstadt ein gut funktionierendes und umfassendes Managementsystem. Die Umsetzung wird jährlich durch TÜV Hessen auditiert und in einem dreijährigen Rhythmus rezertifiziert.
Zertifizierung nach DEGEMED
Das von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) zugelassene Verfahren basiert auf der führenden Industrienorm DIN EN ISO 9001:2015, die die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) gemeinsam mit dem Fachverband Sucht für Rehabilitation übersetzt hat. Es bildet die Qualitätsgrundsätze der DEGEMED ab, ist anwenderfreundlich und zeichnet sich durch eine starke Prozess- und Ergebnisorientierung aus.
Seit 2009 ist die Zertifizierung für stationäre Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland Pflicht. Sie müssen die Qualität ihrer Versorgung innerhalb von drei Jahren nach einem gemäß der Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach §37 Abs. 3 SGB IX (bis 31.12.2017 §20 Abs. 2a SGB IX) zugelassenen Zertifizierungsverfahren nachweisen.
Der erfolgreiche Aufbau des Qualitätsmanagementsystems an der Klinik Hohenfreudenstadt nach den Anforderungen der DEGEMED wurde 2011 erstmals durch ein Zertifikat bestätigt.
Mit einem jährlichen Überwachungsaudit und einer Rezertifizierung alle drei Jahre stellt die Klinik Hohenfreudenstadt die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements gemäß dem Zertifizierungsverfahren der DEGEMED sicher.
QS-Reha®-Verfahren
Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen wird seit dem Jahr 2000 ein einrichtungsübergreifendes und vergleichendes Qualitätssicherungsverfahren für Einrichtungen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation entwickelt und implementiert: das QS-Reha®-Verfahren. Seit 2012 werden die Datenerhebungen, Auswertungen und Ergebnisse in einem dreijährigen Turnus veröffentlicht.
Das QS-Reha®-Verfahren beinhaltet eine externe, einrichtungsvergleichende Prüfung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität und der Patientenzufriedenheit nach dem Konzept des "Qualitätsprofils". Für jede Indikation der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation, für die ausreichend hohe Fallzahlen vorliegen, wurden spezifische Instrumente entwickelt.
Teilnehmende Einrichtungen erhalten einen zweiteiligen Ergebnisbericht, in dem sowohl die zusammenfassenden Bewertungen zu einzelnen Qualitätsdimensionen als auch Einzelergebnisse dargestellt sind. Dabei werden die zusammenfassenden Bewertungen mit anderen Einrichtungen des gleichen Indikationsgebiets verglichen (Einrichtungsvergleiche), so dass sich jede Einrichtung sowohl mit dem Durchschnitt der anderen Einrichtungen als auch mit einzelnen, anonymisierten Einrichtungen vergleichen kann.
Die Klinik Hohenfreudenstadt hat erfolgreich am Qualitätssicherungsverfahren der gesetzlichen Krankenkassen (QS-Reha) teilgenommen. In allen Fachbereichen schneidet die Klinik Hohenfreudenstadt überdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich ab.
Qualitätssicherung Ernährung
Die Grundlagen für die Essensversorgung der Patienten der Klinik Hohenfreudenstadt sind im Kostformkatalog schriftlich dokumentiert. Die Kostformen basieren bezüglich der Vollkostformen auf den aktuellen Empfehlungen für die Ernährung von Gesunden (nach DGE) sowie wissenschaftlich begründeten Kostformen für Diäten bei bestimmten Erkrankungen (Rationalisierungsschema, LeKuP).
Die wichtigsten Elemente einer vollwertigen Ernährung sind ebenfalls berücksichtigt. Durch konsequente Strukturierung und Rationalisierung der abgegebenen Kostformen, entsprechend der Leitlinien der Fachgesellschaften, konnte die Abgabe von Spezialdiäten weitgehend überflüssig gemacht werden.
Die Ernährung in der Klinik Hohenfreudenstadt („Vollkost DGE“) bildet die Grundlage sowohl für die Primär- als auch Sekundärprävention ernährungs(mit)bedingter Erkrankungen.
Die Qualitätskontrolle erfolgt auf fünf Ebenen:
- Zu allen Kostformen liegen EDV-unterstützt berechnete Speisepläne mit allen relevanten Nährstoffen vor. Standardisierte Rezepturen sind die Grundlage für die Speisenzubereitung sowohl der Vollkost- als auch der Diätkostformen.
- Der vierwöchige Speiseplan der Klinik Hohenfreudenstadt wurde elektronisch auf alle relevanten Nährstoffe berechnet und mit den Zielen einer gesunden Ernährung abgestimmt. Für einzelne Hauptkochsalzträger (Brot-, Käse- und Wurstsorten) wurden Analysen angefertigt, um die Angaben der Nährstoffdatenbanken zu verifizieren. Zur besonderen Überprüfung von kritischen Nährstoffen (v.a. Fett, Natrium) werden in regelmäßigen Abständen Proben gezogen und diese in einem Nahrungsmittelkontrolllabor analysiert.
- Die Zubereitung erfolgt unter Zuhilfenahme eines Essensbegleitbons mit allen relevanten patientenbezogenen Angaben. Vor Ausgabe der Mahlzeiten erfolgt eine Endkontrolle bezüglich der optischen und sensorischen Qualität durch die Ernährungsfachkraft.
- Die Portionsgrößen der einzelnen Menükomponenten entsprechend der berechneten Speisepläne werden durch Abwiegen regelmäßig kontrolliert.
- Die sensorische Qualität des Essens wird durch fortlaufende Kontrollen mit Hilfe eines standardisierten Patientenfragebogens erfasst und einmal im Quartal ausgewertet.