Chronische Schmerzsyndrome

Unsere spezifischen therapeutischen Angebote

  1. Klassische antipyretische Analgetika und nichtsterioidale Analgetika/Antiphlogistika
  2. Opioid-Analgetika, auch als transdermale Pflaster
  3. Anwendungen der Balneo-Hydro- und Elektro-Therapie
  4. Krankengymnastik, einschließlich erforderlicher Massagen
  5. Tiefenpsychologisch fundierte Einzelpsychotherapie
  6. Die psychologisch geleitete Schmerzgruppe
  7. Interaktionelle Gruppenpsychotherapie
  8. Körperwahrnehmung
  9. Entspannungs-Verfahren

Mit den Angeboten 5. bis 8. erreichen wir vor allem Patienten, die infolge Chronifizierung und psychogener Überlagerung eine überwiegend dysfunktionelle psychische Verarbeitung von Schmerzen im Sinne der somatoformen Schmerzstörung entwickelt haben.

Die Klinik Hohenfreudenstadt ist keine „Schmerzklinik“, hat aber laufend „Schmerzpatienten“ zu behandeln. Im Falle der Anschlussheilbehandlung ist die adäquate analgetische Akutversorgung selbstverständlich. Das seit 2003 gestartete Projekt „schmerzfreies Krankenhaus“ für ein optimiertes Schmerzmanagement gilt natürlich wie für die Akutklinik auch für die Rehabilitationseinrichtung (Meyer et. al. 2010).

Nach Schätzungen leben in Deutschland 5 bis 8 Mio. Menschen mit einem chronischen Schmerzsyndrom, 5 bis 10 % aller Schmerzpatienten entwickeln eine chronische „Schmerzkrankheit“ (Widder und Frisch, 2005). Jede 3. Rehabilitationsmaßnahme soll im Zusammenhang mit Rückenleiden – „Rückenschmerzen“ – stehen.

Über 50 % unserer Patienten leiden unter Schmerzen, auch wenn sie wegen einer anderen Rehabilitations-Indikation aufgenommen werden.

Insofern bedarf es der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Klinik, um dem Patienten die indizierte Rehamaßnahme möglichst schmerzfrei zu ermöglichen. Allerdings setzt die bewilligte Rehadauer von durchschnittlich 3 Wochen einen zeitlich engen Rahmen für einen nachhaltigen, den Aufenthalt überdauernden schmerztherapeutischen Effekt.

Diagnose

Die Schmerzdiagnostik der Klinik berücksichtigt sowohl die Körperfunktionen und -strukturen, als auch die Probleme eingeschränkter Aktivität und Teilhabe und die personenbezogenen und umweltbezogenen Kontextfaktoren.

Die Diagnostik beschränkt sich auf die wichtigsten Störungsbilder, wie sie bei Widder und Frisch aufgelistet sind.

Literatur
  • Egle, U. T., S. O. Hoffmann, K. A. Lehmann und W. A. Nix (2003): Handbuch Chronischer Schmerz, Schattauer Verlag Stuttgart/New York
  • Hiereth, J. (2005): Die Schmerzgruppe, Skript der Klinik Hohenfreudenstadt
  • Meyer, Ch. et al. (2010): Qualität der Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern, Deutsches Ärzteblatt, 107, 607 bis 614
  • Widder, B. und S. A. L. Frisch (2005): Chronische Schmerzsyndrome in Rehabilitation und Teilhabe (Hrsg. BAR), 293 bis 310
  • Schneider, H. (2015): Therapiekonzept Psychosomatische Therapieangebote Klinik Hohenfreudenstadt

 

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