Psychotraumatologie – seelische und körperliche Traumatisierungen

Zu den vorangegangenen psychosomatischen Themen wie Trauer, Erschöpfung und Schmerz, gehört auch die Behandlung seelischer und körperlicher Traumatisierungen.

Die posttraumatische Belastungsstörung ist kein eigentlicher Schwerpunkt im psychosomatischen Konzept der Klinik. Aber: In gut einem Drittel unserer psychosomatischen Patienten findet sich ein (Psycho-)Trauma in der Lebensgeschichte. Die Traumatisierung kommt oft erst im Laufe der Behandlung ins Bewusstsein von Patient und Therapeutin und bedarf dann einer sorgfältigen Berücksichtigung.

Die Zeitgeschichte liefert uns täglich erschütternde Beispiele von Menschen, Rechtsverletzungen. Psychotraumatologie ist heute in aller Munde, aber die Frage bleibt, ob sich das Trauma in Art und Schwere überhaupt abgrenzen, messen lässt? Das Spektrum reicht von einschneidenden Verletzungen durch Kriegsfolgen, Gewalterfahrungen, Missbrauch, Verlusten, körperlichen Behinderungen bis hin zu eher diskreten Kränkungen, die aber Lebensqualität, Familie und Beruf langfristig (zer-)stören.

In der gegebenen Zeit der psychotherapeutischen Behandlung in der Klinik wird also irgendwann das Psychotrauma zur Sprache kommen. Wenn es zum Dreh- und Angelpunkt der Psychotherapie wird, kann der Aufenthalt auf Antrag durch die Kostenträger verlängert werden.

Traumatherapie ist ein oft langwieriges Verfahren. Wir sehen es als unsere primäre Aufgabe an, dem traumatisierten Patienten u. a. im Einzelgespräch gerecht zu werden und auf die ambulante Weiterbehandlung hinzuarbeiten.

Literatur
  • Lamprecht, Rif.: Praxis der Traumatherapie, 2001.
  • Seidler, G. H.: Psychotraumatologie, 2013.
  • Schneider, H. (2015): Therapiekonzept Psychosomatische Therapieangebote Klinik Hohenfreudenstadt

 

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